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Ausgetanzt? Berliner Clubs unter Druck

Ausgetanzt? Berliner Clubs unter Druck
BE1
Mi, 14.01.2026 | 22:00 - 22:30

Gesellschaft (D 2025)

Ausgerechnet jene Orte, die Berlin seit Jahrzehnten prägen, geraten zunehmend unter Druck: die Clubs. Inflation, Gentrifizierung und ein geändertes Ausgehverhalten haben zu vielen Schließungen geführt. Wie zum Beispiel dem "Schwuz", der nach fast 50 Jahren Geschichte Insolvenz anmelden musste. Der legendäre queere Club war Schutzraum, Experimentierfeld und Bühne zugleich, er verband Nachtleben, Kultur, Politik und Community-Arbeit. Hier fanden die Dragqueens Betty Büchse und Kaey ein zweites Zuhause. Nun sind sie auf der Suche nach Ersatz. Auf dem R.A.W.-Gelände, wo einst Eisenbahnen repariert wurden, ist in den vergangenen Jahren ein alternatives Kulturareal mit Clubs und Bars entstanden. Hier beginnt Emiko Gejic von der Clubcommission, dem Netzwerk der Berliner Clubbetreiber, ihre Stadtführung. Sie führt am Ende zur "Renate", einem Club mit angrenzenden Räumen für Künstler. Dort kämpfen Zoe Eulental und ihr Team um eine Verlängerung des Mietvertrags. Aber es gibt auch Lichtblicke. So hat Ukai Ndame mit ihrem Partner Aziz Sarr auf dem R.A.W.-Gelände den Club "Maaya" ins Leben gerufen, mit Fokus auf moderner afrikanischer Musik und einem Mix der Communities. Und auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel entsteht in der alten Frachtkantine ein Modellprojekt mit einem neuen Kulturzentrum und Club. Die Reportage zeigt die Clubszene der Stadt im Umbruch. Was bleibt vom legendären Berliner Nachtleben, wenn einige der Orte verschwinden, die zu ihrem Ruf beitragen? Welche Wege und Ideen gibt es, um die einzigartige Szene neu zu beleben und für Jüngere attraktiv zu halten?