facebook link

Tár

Tár
DRS
Mi, 28.01.2026 | 23:00 - 01:30

Drama (USA 2022)

Lydia Tár (Cate Blanchett) ist ein in Orchestern und Konzerthallen gefeierter Star. Auf dem Gipfel ihres Erfolges stehend, bemerkt die von Leonard Bernstein geförderte Dirigentin nicht, wie der Grund unter ihren Füssen zu bröckeln beginnt. Zwar gelingt es Lydia auch diesmal, eine junge Cellistin, in die sie sich verguckt hat, zu Proben aufzubieten, ohne ihre Ehefrau und erste Geige des Orchesters, Sharon (Nina Hoss), ihr auf die Schliche kommt. Doch Aufnahmen aus einer Vorlesung, in der die Dirigentin einen übersensiblen Studenten eloquent demontiert, bringen ihr auf Social Media überraschende Kritik ein. Als Lydia sich mit ihrer Assistentin (Noémi Merlant) bei einer Neubesetzung unsensibel zeigt und eine verflossene Liebschaft sich das Leben nimmt, gerät das Podest, auf dem die berühmte Künstlerin steht, bedrohlich ins Wackeln. "Tár" beginnt wie ein Dokumentarfilm, der zeigt, wie vollumfänglich diese herausragende Persönlichkeit ihr künstlerisches Werk sowie ihr Leben im Griff hat und kalkuliert steuert. Fast übersehbar subtil webt Filmemacher Todd Field einen Erzählstrang ein in die so präzis und detailliert abgebildete Lebenswelt seiner Titelheldin. Von Cate Blanchett in einer wahren Parforce-Leistung verkörpert, auf dem Dirigentenpult entfesselt und ausserhalb des Konzerthauses nicht weniger eindringlich. "Tár" war für sechs "Oscars" nominiert in den wichtigsten Kategorien, war zuletzt aber der grosse Verlierer der Verleihung. Eine nächste Gelegenheit wird sich für den weitum respektierten Independentfilmer Todd Field nicht bald ergeben, ist er doch dafür bekannt, sich und seine Filme rar zu machen. Seit seinem ersten Kurzfilm im Jahr 1992 hat der 1964 geborene Kalifornier gerade mal drei Langfilme gedreht: "In the Bedroom" (2001), Little Children (2006) und "Tár" (2022). Eine nächste Regiearbeit ist denn auch nicht angekündigt.

Darsteller
Schriftsteller
Alter
  • FSK 12

Wertung

Wertung
Humor
Spannung
Tiefe