Westart
Kultur (D 2026)
Auf den Spuren von Günther Uecker: Westart zu Besuch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck Seine ikonischen Nagelbilder machten Günther Uecker weltberühmt; als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO revolutionierte er die Kunst der Nachkriegszeit. Nun zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck die erste Ausstellung nach seinem Tod und zugleich die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: In den 1960er Jahren war er einer von vielen Vertretern der rheinischen Kulturszene, die das verlassene Gebäude zu einem Ort für Kunst, Musik und Literatur machten. Das in dieser Zeit entstandene Nagelrelief "Bett zum Aufwachen" befindet sich etwa noch heute in der Museumssammlung. Westart-Moderatorin Mona Ameziane begibt sich im Arp Museum auf die Spuren von Günther Uecker und bewundert Werke aus sieben Jahrzehnten seines Schaffens – Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert. Aufbruch ins Wirtschaftswunder: Opulenter Bildband zeigt Geschichte Nordrhein-Westfalens Straßenmusiker in Köln, Marktleben in Münster, Textilarbeiterinnen in Bielefeld, Badetage am Rhein bei Bonn und Arbeiter vor dem Hochofen in Duisburg: In den Jahrzehnten des Wandels nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Land zwischen Tradition und Tempo, Industrie und Idylle, Bergbau und Biedermeier. Dieses Nordrhein-Westfalen von den 1920ern bis in die 1960er-Jahre zeigt jetzt ein opulenter Bildband des Greven Verlags. Rund 200 bislang unbekannte Fotografien aus dem Werk von Paul Wolff und Alfred Tritschler, zwei der bedeutendsten Fotografen ihrer Zeit, erzählen von harter Arbeit, wachsendem Wohlstand und der Suche nach einem besseren Leben. Sie zeigen ein NRW im Übergang: mal grau vom Staub der Industrie, mal bunt vom neuen Konsum, immer voller Energie. Ein einzigartiger fotografischer Blick auf die Geschichte des Landes – klug komponiert und mit feinem Gespür für den Alltag der Menschen. Live at the Hollywood Bowl: Neues Album der Kölner Indie-Band Fortuna Ehrenfeld Fortuna Ehrenfeld haben sich beharrlich ihre eigene DNA einer subkulturellen Spezies gehäkelt: Elegant und unbeeindruckt bricht die Kölner Indie-Band die Sprachbarrieren. Martin Bechler, der mit Schlafanzug und Federboa auf der Bühne steht, ist der Kopf, Texter und Komponist. Erst mit Ende 40 hat er sich mit eigenen Songs in die Öffentlichkeit gewagt. Zehn Jahre später hat Fortuna Ehrenfeld ein treues Publikum aus allen Altersschichten. Zwischen Abgründen und Hoffnung haben sie ihren eigenen Sound und ihre eigene Poesie gefunden. Nun hat sich Bechler mit Jenny Thiele und Jannis Bentler wieder zum ursprünglichen Trio formiert und am 6. März erscheint ihr neues Album "Live at the Hollywood Bowl" – nach eigenen Angaben "eine kolossale Selbstanzeige und schallende Ohrfeige für die KI im Schnullerstadium". Lit.Cologne: Stefanie de Velasco schreibt eine Liebeserklärung an die Wechseljahre Die grauen Haare waren ein Schock, dann kam der Schlafentzug und diese unkontrollierte Wut auf alles und jeden, aber Wechseljahre? – das ist doch übertrieben, dachte die Schriftstellerin Stefanie de Velasco und fühlte sich radikal verunsichert. Niemand bereitet Frauen auf diese Phase vor. Sie ist gesellschaftlich derart negativ konnotiert, dass man sie lieber totschweigt. In Heiß erzählt Stefanie de Velasco auf sehr persönliche Weise von einem der größten Tabus unserer Gesellschaft: der Menopause – mit all ihren Schrecken, aber auch ihrer Verheißung. Denn was wäre, wenn diese Zeit eine lebendige Neuorientierung wäre, ein Aufbruch in eine neue, kraftvolle Identität? Stefanie de Velasco verpasst unserem Bild von den Wechseljahren ein dringend fälliges Makeover und ist mit ihrer Liebeserklärung an die Wechseljahre am 12. März zu Gast bei der Lit.Cologne. Vom Ende der Einsamkeit: Schauspiel Bochum bringt Benedict Wells Beststeller auf die Bühne Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. Der niederländische Regisseur Guy Clemens bringt Benedict Wells Erfolgsroman zehn Jahre später auf die Bühne des Schauspielhauses Bochum: ein Stück über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit.
- Auf den Spuren von Günther Uecker: Westart zu Besuch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
- Aufbruch ins Wirtschaftswunder: Opulenter Bildband zeigt Geschichte Nordrhein-Westfalens.
- Live at the Hollywood Bowl: Neues Album der Kölner Indie-Band Fortuna Ehrenfeld.
- Lit.Cologne: Stefanie de Velasco schreibt eine Liebeserklärung an die Wechseljahre.
- Vom Ende der Einsamkeit: Schauspiel Bochum bringt Benedict Wells Beststeller auf die Bühne.
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