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NANO Talk

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Do, 30.04.2026 | 21:00 - 22:00

Wissenschaft (D 2026)

Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben. Die Ökonomie agiert noch globaler. Wovon sollen wir in Zukunft leben? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Lange ging es beim modernen Arbeiten um Homeoffice, Sinnsuche oder Kickertisch. Doch plötzlich wird es existenziell. Es ist keineswegs mehr so klar, welche Arbeit wir in Zukunft noch verrichten werden. Und ob wir auch ausreichend Geld verdienen. New Work klingt noch immer wie die freundliche Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch die Zeiten der Diskussionen um flache Hierarchien, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten sind vorbei. Mit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie stellt sich die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu. Tech-Optimisten und Optimistinnen sehen in der KI erstmal keine Bedrohung, sondern den ultimativen Produktivitätssprung. Automatisierung befreit die Arbeitenden von Routinen, schafft neue Berufe, ermöglicht mehr Wohlstand. Dabei gibt es neue Anforderungen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang weiterentwickelt werden. Im Gegensatz dazu sehen viele nicht die Ausgestaltung von Arbeit als Problem. Sie stellen das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel unserer Arbeitswelten. Die Gäste der Sendung: Fabian Braesemann ist Dozent für Künstliche Intelligenz und Zukunft der Arbeit am Oxford Internet Institute der Universität Oxford. In seiner Forschung analysiert er große Datenmengen, um die komplexen Wirkmechanismen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu entschlüsseln. Simon Schaupp arbeitet an der KU Leuven und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Als Soziologe untersucht er die Verbindung von digitaler Transformation, Arbeitspolitik und ökologischer Krise. Er gilt als einflussreiche Stimme der kritischen Techniksoziologie, die technologischen Wandel als Ergebnis politischer Machtkämpfe einordnet. Eva von Redecker ist für ihre Analysen des Kapitalismus und moderner Herrschaftsformen bekannt. Sie prägt als Philosophin aktuelle Debatten über gesellschaftliche Transformation, Geschlechtergerechtigkeit und Solidarität. Seit dem Sommersemester 2026 ist sie Gastprofessorin für Philosophie an der HFBK in Hamburg.

Thema
  • Neues Arbeiten – Zwischen KI, Care und Kapital.
Gast
  • Fabian Braesemann (Dozent für Künstliche Intelligenz und Zukunft der Arbeit am Oxford Internet Institute der Universität Oxford)
  • Simon Schaupp (Soziologe, KU Leuven und Institut für Sozialforschung in Frankfurt)
  • Eva von Redecker (Gastprofessorin für Philosophie an der HFBK in Hamburg.)
Moderation