Presseclub
Tagesgeschehen (D 2026)
Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die russische Invasion. Die Raketenangriffe, insbesondere auf Kiew, verursachen weiterhin massive Zerstörung und führen zu großem Leid der Zivilbevölkerung. Gleichzeitig zeigt die ukrainische Armee in den letzten Monaten eine neue Stärke: Sie hat Drohnen entwickelt, die Ziele weit hinter der russischen Grenze angreifen können. Brennende Raffinerien und zerstörte Militärbasen machen den Krieg auch für die russische Bevölkerung sichtbar. Der Krieg kommt in ihrem Alltag an. Der Druck auf Präsident Putin wächst, auch angesichts der vielen getöteten Soldaten. Zudem gerät Russlands Wirtschaft laut einer aktuellen Studie zunehmend in Schwierigkeiten. Experten sehen Anzeichen für einen möglichen "wirtschaftlichen Kollaps". Entstehen jetzt Chancen für Verhandlungen? Die Regierungschefs der E3-Staaten, Deutschland, Großbritannien und Frankreich, unterstützen den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Selenskyj für direkte Gespräche zu einer Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew. Ein von Selenskyj vorgeschlagenes persönliches Gespräch hatte Putin zuvor abgelehnt. Die Europäer beanspruchen für sich bei möglichen Verhandlungen eine maßgebliche Rolle. Neben einem vollständigen Waffenstillstand sind die Bedingungen u.a. Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Wird Putin sich auf Verhandlungen mit den Europäern einlassen? Oder redet er nur mit US-Präsident Trump? Erleben wir derzeit tatsächlich eine Wende im Krieg oder nur die nächste, noch brutalere Phase eines Konflikts ohne absehbares Ende? Wie lange wird Deutschland sein finanzielles Engagement angesichts steigenden Reformdrucks und angespannter Haushaltslage aufrechterhalten?
- Noch mehr Drohnen und Raketen: Wann lässt Putin mit sich reden?.
- Gesine Dornblüth (freie Journalistin)
- Moritz Gathmann (stern)
- Marina Kormbaki (DER SPIEGEL)
- Paul Ronzheimer (BILD)
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Mo, 15.06.2026 | 10:30 - 11:30
